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Artikel vom 11.10.2016

Alltagsprobleme zwischen den Kulturen aufs Korn genommen - Comedian Liza Kos begeisterte in Horhausen


Foto: Petra Schmidt-Markoski

Liza Kos (Comedian) begeisterte mit ihrem Soloprogramm unter der Überschrift: "Was glaub ich wer ich bin?" das Publikum im Kaplan-Dasbach-Haus. Die russische Künstlerin mit Migrationshintergrund berichtete auf amüsante Weise über ihre unterschiedlichen Integrationserlebnisse aus gleich drei Kulturen: Russland, Deutschland und Türkei. Sowohl als "Svetlana Kalashnikova" oder auch als  "Einur" verirrte sich Liza immer wieder im deutschen Sprachdschungel.   Auf eine erfrischende Art und Weise verdeutlichte Liza die gängigen Klischées: Russinnen tragen immer Minirock und weiße Stiefel, bei den Türken gilt das Patriarchat und eine Türkin muss sich unterordnen. Oder erst mal „intrigieren“! Deutsche Männer können zwar nicht ihre Frauen verteidigen, aber Müll trennen. Ihre herausragende stimmliche Präsens war nicht nur die Grundlage für Texte und Wortbeiträge, sondern auch für ihre pointiert vorgetragenen Lieder, bei denen auch das Publikum eingebunden wurde; sei es türkisch zu lernen oder das „rollende Russen-R“ zu üben. Die Künstlerin schaffte es hervorragend, die Alltagsprobleme zwischen den Kulturen aufs Korn zu nehmen. Liza nahm das Horhausener Publikum mit in eine Gefühlswelt zwischen Wodka und Sauerkraut, Russisch und Karneval. Dabei stellte sie unter Beweis, dass sie den Spagat zwischen den Kulturen liebt. Zu den Höhepunkten an diesem Abend zählte ihre gesangliche Liebeserklärung an Deutschland. Das Wort "Integration" wurde bei der aus Russland stammenden Künstlerin Elizaveta Kostyuk, die dort auch  musikalisch ausgebildet wurde, mit Leben erfüllt. Mit dem Liebesgedicht: "Du bist mein Adam, ich bin deine Rippe", rundete Liza den Abend ab. Für Unterhaltung sorgte aber auch Entertainerin Tatjana Perez mit Unterricht im Bauchtanz. Am Ende des Programms dankten Rita Dominack-Rumpf (Vorsitzende der Kultur-AG) und Ortsbürgermeister Thomas Schmidt allen Akteuren, besonders den Sponsoren. (smh)