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Artikel vom 03.11.2016

Horhausen trauert um Ehrenbürger Ewald Eul – über viele Jahre hinweg in der Kommunalpolitik und in Vereinen engagiert


Unser Foto zeigt Ewald Eul, der am 29. Oktober im Alter von 88 Jahren verstarb. Archivfoto: Schmidt-Markoski

Horhausen-Huf.  Der verdiente Kommunalpolitiker und Ehrenbürger der Ortsgemeinde Horhausen, Ewald Eul, verstarb am 29. Oktober im Alter von 88 Jahren in Huf.

 

Ewald Eul hat sich nicht nur 35 Jahre lang im Ortsgemeinderat für die Belange Horhausens eingesetzt, sondern darüber hinaus auch im Verbandsgemeinderat Flammersfeld und im Kreistag des Landkreises Altenkirchen.

 

Er war nicht nur in der Kommunalpolitik sondern auch in der Partei (der SPD), der Gewerkschaft und nicht zuletzt in dem Männergesangverein Horhausen (MGV) sehr stark engagiert und erfolgreich tätig.

 

Als Politiker hat er über Parteigrenzen hinweg Einsatz für seine Heimatgemeinde gezeigt und auch schwierige Dinge gemeistert.

 

Seine besonderen Anliegen waren die Schulpolitik und der Erhalt des Förderturmes in Willroth.

 

Wegen herausragender Verdienste um das Allgemeinwohl erhielt Ewald Eul im Jahre 1991 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Fünf Jahre zuvor wurde er mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

 

Die politische Kariere Ewald Euls begann 1964 mit der Wahl in den damaligen Gemeinderat von Horhausen, dem er 35 Jahre lang ohne Unterbrechung angehörte. 24 Jahre war er auch Beigeordneter der Gemeinde.

 

Im Jahre 1964 gründete Ewald Eul den SPD- Ortsverein Horhausen, wirkte dort ebenfalls in den Folgejahren aktiv im Vorstand mit. 1999 wurde er für 35jährige Parteizugehörigkeit mit der Willy Brandt Erinnerungsmedaille ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt.

 

In der Zeit von 1964 bis 1999 gehörte der Kommunalpolitiker auch dem Verbandsgemeinderat Flammersfeld an, fast 30 Jahre war er Beigeordneter der Verbandsgemeinde.

 

1979 wurde Eul in den Kreistag gewählt. Dort übte er sein Amt 15 Jahre aus und er wirkte auch in verschiedenen Ausschüssen.

 

Fünf Jahre war Eul ehrenamtlicher Richter  am Oberverwaltungsgericht in Koblenz. Schließlich hat sich der Bundesbahninspektor a.D. auch als Gewerkschaftler einen Namen gemacht.

 

Von 1966 bis 1978 war er zweiter Bevollmächtigter der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands und maßgeblich am Auf- und Ausbau der Ortsverwaltung Altenkirchen beteiligt.

 

Weiter war er Vorsitzender des Personalrates der Bahnhöfe Dierdorf bis  Puderbach,  ebenfalls  war  er  im  Landesbeamtenausschuss   des  DGB, Landesbezirk Rheinland-Pfalz, tätig.

 

Neben dem beruflichen und politischen Engagement machte sich Ewald Eul aber auch für die Bewahrung des kulturellen Erbes stark. Er zählt zu den Mitbegründern des heute weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannten Männergesangvereins Horhausen, der 1971 ins Leben gerufen wurde. 25 Jahre (bis 1996) stand er an der Spitze des renommierten Vereins, anschließend wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er schrieb auch den Text zu einem Lied über den Förderturm.

 

Als Kreistagsmitglied hatte er sich für die Ausweisung des Förderturms als Industriedenkmal eingesetzt.

 

In der Seniorenakademie engagierte  sich Ewald Eul fast 10 Jahre lang in der Vorbereitungsgruppe.

 

2009 wurde er zum Ehrenbürger der Ortsgemeinde Horhausen ernannt.

 

Auch für die Dorfgemeinschaft in seiner Heimatgemeinde Huf hat er sich stets eingesetzt.

 

Ewald Eul brachte sich Jahrzehnte für die Allgemeinheit ein. (smh)