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Artikel vom 07.11.2016

Horhausener MGV begeisterte mit seinem Herbstkonzert „Russisches Roulette“ in der Raiffeisenhalle in Güllesheim


Zu den Höhepunkten des MGV-Herbstkonzertes in der Raiffeisenhalle in Güllesheim gehörte "Das einsame Glöckchen" mit dem Solisten Bernd Melles aus Oberlahr. Foto: Petra Schmidt-Markoski

Güllesheim. Klänge aus dem fernen Russland erfüllten am Wochenende die Raiffeisenhalle beim Jahreskonzert des MGV Horhausen und man spürte regelrecht die "Russische Seele". Wie Vorsitzende Marga Zemmrich den Konzertbesuchern erklärte, haben die Organisatoren den Konzert-Titel "Russisches Roulette" wie ein Roulette-Teller gesehen und dort echte russische Musik hineingeworfen und so entstand das bunte Programm. Glockenreine Soprane und tiefste Bässe durften natürlich nicht fehlen. Die Konzertbesucher waren schließlich begeistert von der reichen Harmonik, der Fröhlichkeit aber auch auf der anderen Seite der Schwermütigkeit verschiedener Melodien. Gleich nach der Begrüßung durch Dr. Heinz-Peter Niewerth (2. Vorsitzender des MGV) entführte der Gemischte Chor das Publikum in das Musical "Anatevka" mit dem bekannten Titel: "Wenn ich einmal reich wär". MGV-Chorleiter und Opernsänger Andrey Telegin (Bonn) begeisterte mit dem Wolgalied (Franz Lehár). Seine Frau  Ekaterina Klewitz begleitete ihn am Klavier. Der Männerchor glänzte mit dem orthodoxen Kirchenlied "Tebje Pojem" (Dmitri Bortniansky) sowie mit dem bekannten Titel: "Ich bete an die Macht die Liebe". Mit den 12 Räubern (Solist A. Telegin) endete der Programmblock des Männerchores. Der Frauenchor erinnerte mit "Erstes Morgenrot" an Sängerin Alexandra, die 1969 tödlich verunglückte. Mit zwei Volksliedern: "Das Birkenbäumchen" und "Hawa nagila" boten die Frauen mehr als ein tolles Hörerlebnis. Die MGV-Gruppe: "United Vocals" rundeten mit den Liedern "Katjuscha",  "The crown of roses" (P.I. Tschaikowsky) und "An jenem Tag" (Those were the days ma friend) das vielfältige Programm ab.

Die Altenkirchener Tanzschule Let’s Dance löste mit ihren jungen Tänzerinnen und Tänzern in herrlichen russischen Kostümen Beifallsstürme aus. Leiter Victor Scherf stellte die junge Gruppe, die auch den russischen Volkstanz pflegt, vor.

Auch im zweiten Teil des Konzertes präsentierten die verschiedenen Chorformationen des MGV einen bunten Reigen bekannter russischer Musik, angefangen bei der Schiwago Melodie, dargeboten vom Frauchenchor, über "Das einsame Glöckchen" (Solist Bernd Melles) und Kalinka, gesungen vom Männerchor, bis hin zum flotten Titel: "Moskau" (Ralph Siegel), gemeinsam präsentiert von allen MGV-Chorformationen.

Durch das Programm führte unterhaltsam und informativ Bernhard Meffert und am Ende der musikalischen russischen Reise dankte Vorsitzende Marga Zemmrich allen Akteuren vor und hinter den Kulissen. Mit einer Zugabe und einem Ausblick auf das Konzert im kommenden Jahr, bei dem die Operette und Oper im Mittelpunkt stehen wird, verabschiedeten sich die Sängerinnen und Sänger. (smh)