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Artikel vom 22.12.2016

Horhausener Seniorenakademie startet mit Platt schwätze und 800 Jahre Horhausener Zeitgeschichte ins neue Jahr


Unser Archivfoto zeigt das Schachtgebäude auf dem Hufer Berg um 1886.

Im neuen Jahr startet die Horhausener Seniorenakademie bereits am Mittwoch, 11. Januar um 15 Uhr im Kaplan-Dasbach-Haus mit einem bunten Nachmittag, bei dem 800 Jahre Horhausener Zeitgeschichte im Mittelpunkt stehen. Natürlich wird dann auch die Mundart gepflegt "on platt jeschwätzt". Ein kurzweiliger Vortrag  von  Dr. Peter Niewerth (er leitete den Arbeitskreis "Kirchspiel Horhausen" im Zusammenhang mit der Herausgabe des Dialektwörterbuches der Verbandsgemeinde Flammersfeld im Jahre 2006) steht unter der Überschrift: "Freude an der Mundart".

Der Vorbereitungskreis wird mit dem Sketsch: "Ön Akademie für Horser Platt" aufwarten und es wird einen "Schnellkurs" für "Zojezochene" (Zugezogene) geben.

"Su wor et of de Höfer Grov Friedrich Wilhelm", lautet das Thema eines kurzen bebilderten Vortrages, den der bekannte Willrother Heimatkundler Albert Schäfer zur Grubengeschichte  halten wird. Seniorenakademie-Chef Rolf Schmidt-Markoski wird verschiedene Ausschnitte aus dem Film "800 Jahre Horhausen" zeigen, in dem unter anderem auch die Güllesheimer Mundartdichterin Gisela Huhn vorgestellt wird.

"Brut backe fröher" heißt die Überschrift eines Vortrages von Anneliese Klein (Pleckhausen)

Natürlich werden auch alte Lieder "zosamme gesonge", wie zum Beispiel: "Tief im Westerwald, steht ein Bauernhaus..." oder die "Köhlerliesel" und das "Rübezahl-Lied". Schmidt-Markoski: "Önjelade seien all, ejal ob alt oder jong!"  

 

Hintergrund:

Die Menschen lebten in den vergangenen Jahrhunderten überwiegend vom Bergbau und der Landwirtschaft. Die Grube Friedrich Wilhelm Huf befand sich in der Gemarkung Huf (Ortsgemeinde Horhausen). 1771 wurde das Bergwerk erstmals erwähnt. Der Erzabbau der Grube wird wahrscheinlich aber schon älter sein. Von Luchert aus wurde das Grubenfeld Friedrich Wilhelm ("Hufer Schacht") in zwei Stollen angegangen; dem tiefer gelegenen "Friedrich-Wilhelm-Stollen", der 1818 begonnen wurde, mit seinem Mundloch unmittelbar an der heutigen Kreisstraße und dem "Cameral-Stollen" im Hang zwischen Luchert und Huf. 1815 erhielt die Grube unter preußischer Verwaltung nach dem deutschen König Friedrich Wilhelm  ihren Namen.  Ab 1832 ist die Förderung von Spat-, Brauneisenstein und Kupfererz  nachgewiesen. Bis zur Stilllegung der Grube 1891 wurden insgesamt 192.796 Tonnen Eisenerz gefördert.