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< Horhausener Seniorenakademie feiert am Mittwoch, 8. Februar Karneval im KDH - los geht es bereits um 14:11 Uhr


Artikel vom 20.01.2017

800 Jahre Horhausen, Bergbaugeschichte und Mundart standen im Mittelpunkt des jüngsten Treffens der Horhausener Seniorenakademie


Das jüngste Treffen der Horhausener Seniorenakademie im Kaplan-Dasbach-Haus stand ganz im Zeichen der Feierlichkeiten "800 Jahre Horhausen" und der "Mundart". Vorsitzender Rolf Schmidt-Markoski begrüßte die Senioren, unter ihnen Ortsbürgermeister Thomas Schmidt, Dr. Peter Niewerth und den Heimatkundler, in Sachen Bergbau, Albert Schäfer. Der Vorbereitungskreis habe sich viel Mühe gegeben zum Thema 800 Jahre Horhausen ein informatives Programm zusammen zu stellen. In dem Rahmen fand auch die Mundart ihren gebührenden Platz. Schmidt-Markoski hatte in seiner Begrüßung schon auf die regionale Mundart zurückgegriffen und auch Ortsbürgermeister Thomas Schmidt machte davon deutlichen Gebrauch. Einleitend zum Nachmittag wurde den Senioren ein Ausschnitt aus dem Film „800 Jahre Horhausen“ gezeigt.

Danach hieß es: „Mir sönge zosamme:“ So schallten wenig später die Lieder „Ein Heller und ein Batzen“ und „Schön ist die Jugend bei frohen Zeiten“ durch den Saal.

Blick in die Geschichte der Grube Friedrich Wilhelm Huf

Heimatkundler Albert Schäfer gab den Senioren einen kleinen Einblick in den früheren regionalen Bergbau. Dabei beleuchtete er  insbesondere die Geschichte der Grube Friedrich Wilhelm Huf, die er  mit Bildern unterstrich.

Walter Grendel und Mathias Seliger präsentierten einen Sketch unter dem Titel „Ön Akademie für Horser Platt“, angelehnt an einen Text von Werner Herrig aus Bürdenbach. In einer Sprachübung lernten die Senioren der vier Tischreihen "Platt schwätze" mit dem Satz: „Wierd mer och su alt bieen Koh mer liehrt noch ömmer jett dozo“.

Platt, Mundart, Dialekt - es gibt keinen Unterschied

Die Geschichte der Mundart, wieder insbesondere auf die Region bezogen, präsentierte Dr. Peter Niewerth. Er leitete seiner Zeit den Arbeitskreis Mundart „Kirchspiel Horhausen“ im Zusammenhang mit der Herausgabe des Dialektwörterbuches der Verbandsgemeinde Flammersfeld im Jahre 2006. Am Ende seines hochinteressanten Vortrages zog Dr. Niwerth folgendes Fazit: "Unser Platt verändert sich zwar zu einem 'Regiolekt', lebt aber weiter, es ist ein Stück geistiger Heimat, so wie der Willrother Berg oder das Grenzbachtal geographische Heimat sind - aber diese Heimat verändert sich ja auch immer. So sind auch die Änderungen im Platt Zeichen der lebendigen Heimat, auch wenn unsere Enkel den Maikäfer nicht mehr Kewwatz nennen und der Makolwes zu Eichelhäher geworden ist."

Brut backe fröher

Weitere Lieder leiteten über zum Vortrag von Anneliese Klein aus Pleckhausen unter dem Titel: „Brut backe fröher“. Mit einem Filmausschnitt über die Heimatdichterin Gisela Huhn (Güllesheim) fand der Nachmittag gebührend seinen Abschluss.

 

Fotounterzeilen:

Heimatkundler Albert Schäfer (Willroth) gab interessante Informationen zur einstigen Grube Friedrich Wilhelm Huf.

 

Für Stimmung sorgten Walter Grendel (links)  und Mathias Seliger mit ihrem Sketch: „Ön Akademie für Horser Platt“.