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Artikel vom 04.04.2017

Kölner Joseph-Höffner-Gesellschaft und Horhausener Höffner-Förderverein erinnerten mit Pontifikalamt an das Lebenswerk des großen Horhausener Sohnes


Der frühere Kölner Weihbischof Manfred Melzer (langjähriger Sekretär Höffners, der den Kardinal bis in Tod begleitet hat), Bildmitte, zelebrierte gemeinsam mit weiteren sieben Geistlichen das feierliche Pontifikalamt in der Horhausener Pfarrkirche zum Gedenken an Joseph-Kardinal-Höffner. Foto: Petra Schmidt-Markoski

Das Kirchdorf Horhausen kann nicht nur auf die urkundliche Ersterwähnung vor 800 Jahren zurückblicken sondern auch auf den 30. Todestag des großen Horhausener Sohns Joseph Kardinal Höffner. Aus diesem Anlass trafen sich auch die Mitglieder der Joseph-Höffner-Gesellschaft Köln  zu ihrer Mitgliederversammlung im Kaplan-Dasbach-Haus in Horhausen, nur wenige Meter entfernt vom Haus, in dem Höffner im Jahre 1906 das Licht der Welt erblickte. Gemeinsam mit der Kölner Höffner-Gesellschaft hatte der Horhausener Höffner-Förderverein  im Anschluss an die Versammlung zum festlichen Pontifikalamt unter Mitwirkung des Kirchenchores und anschließendem Empfang im Kaplan-Dasbach-Haus eingeladen. Ein Zeitzeugengespräch zum Abschluss rundete das Programm ab.

Pastor Peter Strauch hieß Gäste herzlich willkommen

Zu Beginn der Messfeier hieß Pastor Peter Strauch die Mitglieder der Höffner-Gesellschaft besonders herzlich willkommen und der ehemalige Kölner Weihbischof Manfred Melzer (viele Jahre persönlicher Sekretär des Kardinals) sagte: "Es bewegt mich tief, so nah am Elternhaus Höffners und in der Kirche, in der Joseph Höffner die heiligen Sakramente empfing und schließlich in seinem Primizgewand und mit seinem Kelch die Heilige Messe feiern zu dürfen".

Lebenswerk Höffners beleuchtet

Prälat Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Roos (Vorsitzender der Höffner-Gesellschaft) sagte in der Predigt: "Unsere Gesellschaft hat sich zur Aufgabe gestellt, die Soziallehre der Kirche im Sinne des wissenschaftlichen, sozialen und pastoralen Lebenswerkes von Joseph Höffner zu pflegen, durch wissenschaftliche Forschung zu vertiefen, zu verbreiten und im Kontext aktueller Fragestellungen und Anwendungen zu vermitteln". Weiter legte der Professor in der Predigt dar, warum wir Gott für das Leben, Wirken und Sterben Joseph Höffners besonders zu danken haben. Dabei stellte er drei Punkte heraus:

  • Joseph Höffners Welt-Bestseller „Christliche Gesellschaftslehre",
  • die  religiös-kulturellen Wurzeln Joseph Höffners und
  • den Namenspatron Joseph Höffners.

Mit dem Hinweis auf den Abschiedshirtenbrief Joseph Höffners, der 1987, vier Wochen vor seinem Tod, verlesen wurde und der mit den Worten schließt: „Mein Abschied von Euch bedeutet keine Trennung ... die Bischöfe kommen und gehen, Christus bleibt aber in Ewigkeit", beendete Professor Roos seine beeindruckende Predigt.