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Artikel vom 19.06.2017

Kindergarten beteiligte sich an Horhausener Fronleichnamsprozession

"Internationaler Mittagstisch" im Kaplan-Dasbach-Haus zum Abschluss


Im Kirchpark hatte der Kindergarten einen Altar hergerichtet. Dort sangen die Kinder ein schönes Lied ganz im Zeichen der Völkerverständigung. Foto: Petra Schmidt-Markoski

Auch in der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Maria Magdalena Horhausen hat die Fronleichnamsprozession eine lange Tradition. Das Hochfest der katholischen Christen erinnert an das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern, vor seiner Kreuzigung.

Während des Mahls übergab Jesus seinen Anhängern den lebendigen Leib des Herrn in Form von Brot und Wein. An Fronleichnam feiern die Katholiken, so auch in Horhausen, mit festlichen Umzügen, dass mit dem Brot und dem Wein Jesus wirklich bei ihnen ist.

Das Festhochamt, mit gestaltet vom Kirchenchor, wurde von Pastor Ernst Neisius zelebriert. Bei der anschließenden Prozession mit zahlreichen Gläubigen und Kommunionkindern trug Pastor Neisius die Monstranz mit der konkretisierten Hostie in den Händen durch die Straßen.  Dabei ging er unter dem "Traghimmel", der von Feuerwehrmännern des Löschzuges Pleckhausen gehalten wurde.  Die Feuerwehr Horhausen hatte die Verkehrsabsicherung der Prozession übernommen.  Für festliche Klänge sorgten Trompeter des Westerwaldorchesters. Erste Station war am Altar am Prälat-Pees-Haus in der Kaplan-Dasbach-Straße, den der Vorbereitungskreis der Seniorenakademie mit Unterstützung von Jörg Czubak aufgebaut hatte. Von dort führte die Prozession am Kardinal-Höffner-Platz vorbei durch die Straße "In der Pfuhlwiese" zur Grünfläche "Am Born".  Dort hatte die Familie Georg und Marianne Kirschbaum  nicht nur einen sehr schönen Altar aufgebaut, sondern auch noch vorher die Grünfläche gemäht. Über die Grundstraße führte dann die Prozession zum Kirchpark, zum dritten Altar, den der Kindergarten Maria Magdalena  hergerichtet hatte. Als Überraschung warteten dort Kinder aus dem Kindergarten mit einem passendem Lied "Die Sonne scheint für alle gleich" auf. Musikalisch begleitet wurden die Kinder von Leiterin Monika Dasbach und weiteren Erzieherinnen auf der Gitarre. Danach zogen dann alle Beteiligten wieder in die Kirche zum Eucharistischem Segen und Te Deum zum Abschluss der Fronleichnamsprozession. Pastor Neisius lud schließlich im Namen der Kirchengemeinde alle zum Mittagessen in das Kaplan-Dasbach-Haus ein. Dort hatten viele fleißige Hände von „Café International“ einen Mittagstisch hergerichtet und eine Firmgruppe versorgten die Besucher mit Getränken. 

„Café International“

Einmal im Quartal laden die katholische Kirche Horhausen und die evangelische Kirche Oberhonnefeld ins „Café International“ ein. Mal in Horhausen, mal in Oberhonnefeld. International, weil sich hier Gäste aus der ganzen Welt treffen können. In erster Linie geht es natürlich um die Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Ägypten und dem Iran, die sich mit ihren Familien in den beiden Kirchengebieten niedergelassen haben.

Für den Feiertag Fronleichnam hatten sich die Verantwortlichen etwas Neues überlegt: "Wir laden zu einer Mittagsveranstaltung ein mit einem internationalen Mittagessen. Jeder kann etwas mitbringen aus seiner speziellen Herkunftsregion. Zusätzlich bieten wir noch Reis mit Hühnerfrikassee an", so Gemeindereferent Achim Günther von der Katholischen Kirchengemeinde. So trafen sich alle Einheimischen, die vorher bei der Prozession waren, mit Menschen aus anderen Ländern und lernten so auch deren Küche kennen. Insgesamt waren rund 150 Gäste ins KDH gekommen. Internationale Tänze in Landestrachten und Gesang rundeten den erlebnisreichen Vormittag ab. Schließlich dankten sowohl Pastor Neisius als auch der Gemeindereferent allen Beteiligten, die zum Gelingen der schönen Fronleichnamsprozession und zum "internationalen" Mittagstisch beigetragen hatten. (smh)