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Artikel vom 03.08.2017

Einsatz- und Schlagkraft der Wehren Horhausen und Pleckhausen sowie der DRK-Bereitschaft wurden beim 2. Blaulichttag in Horhausen wieder deutlich


Fotos: Freiw. Feuerwehr Horhausen

Den Ernstfall üben und dann bei echten Einsätzen sofort wissen, was zu tun ist. Beim 2. Blaulichttag in Horhausen im Rahmen der Kirmes wurde einmal mehr bewiesen, dass gute Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zum Erfolg führt. Sehr detailgetreu und realitätsnah bewiesen die beiden Freiwilligen Feuerwehren Horhausen und Pleckhausen mit rund 40 Kräften, unterstützt von sechs Feuerwehrleuten der Feuerwehr Puderbach, ihre Einsatz- und "Schlagkraft". Ebenso die DRK-Bereitschaft Horhausen, die sich mit insgesamt 10 Helfern an den Übungen und Vorführungen beteiligte.

Der Blaulichttag startete nach der Vorstellung der beteiligten Einsatzkräfte durch Wehrführer Michael Becker vom Löschzug Pleckhausen. Das erste High-light wurde mit der Vorführung der Hubarbeitsbühne der Feuerwehr Puderbach gesetzt. Arnd Kuhl, Wehrführer vom Löschzug Puderbach, erklärte den zahlreichen Zuschauern die vielen Funktionen und wertvolle Einsatzmöglichkeiten der Hubarbeitsbühne.

Der Korb kann bis in eine Höhe von 32 Metern ausgefahren werden. Aus dieser Höhe können Brände, mit dem am Korb montierten Wenderohr, bekämpft werden. Auch lassen sich vom Korb aus Dachflächen öffnen, um Glut- und Brandnester zu finden und zu löschen. Hierbei kommt dann auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Im Rahmen der Zusammenarbeit der Wehren aus verschiedenen Landkreisen wird das Arbeitsgerät bei Bedarf angefordert.

Dekon-Gruppe Pleckhausen u. DRK Ortsgruppe Horhausen

Die Teileinheiten des Gefahrstoffzuges des Landkreises Altenkirchen, die Dekon-Gruppe Pleckhausen (Dekontamination) und die Teileinheit Horhausen mit CSA-Schutzanzügen zeigten in einer kleinen Übung ihr Können. Unterstützt wurden sie dabei vom DRK – Ortsgruppe Horhausen.

Bei dieser Übung in Zusammenarbeit mit dem DRK wurde demonstriert, wie die Rettung nach einem Unfall mit Gefahrstoffen abläuft. Die Einsatzkräfte gingen mit Schutzanzügen in das Gebäude während draußen bereits eine Dekontaminationsstelle eingerichtet wurde. Dort wurde die verletzte Person und die im Innenangriff eingesetzten Kameraden dekontaminiert (gereinigt), um eine Verbreitung des Gefahrstoffes zu vermeiden. Die Einsatzkräfte außerhalb des direkten Gefahrenbereiches trugen leichtere Schutzkleidung, erkennbar an den unterschiedlichen Farben. Die verletzte Person, es lag eine „Verätzung“ am Unterarm vor, wurde dann durch die Helferinnen und Helfer des DRK versorgt und in ein entsprechendes Krankenhaus gefahren.


Wenn Öl oder Fett brennt

Die Mitglieder der Feuerwehr Horhausen zeigten eindrucksvoll was passiert, wenn man versucht brennendes Öl oder Fett mit Wasser zu löschen. Ein Topf mit Öl wurde solange erhitzt, bis sich Flammen bildeten. Ein Feuerwehrmann, mit Schutzbekleidung und Hitzeschutzhaube, gab dann Wasser in das brennende Öl und es entwickelte sich sofort eine große Stichflamme. Im Ernstfall kann so eine Küche und auch eine ganze Wohnung in Brand gesetzt werden. Thomas Meffert, Wehrführer des Löschzuges Horhausen, kommentierte den Ablauf und warnte eindringlich vor solchen Löschversuchen. Die Einsatzkräfte zeigten auch das richtige Ablöschen mit einer nicht Löschdecke.

Wasserspiele und Quiz

Wasserspiele für Kinder, eine Fahrzeugausstellung und ein Quiz für Kinder rund um die Feuerwehr, bei dem es Preise zu gewinnen gab, die die heimische Geschäftswelt gestiftet hatte, rundeten den Blaulichttag ab. Ortsbürgermeister Thomas Schmidt dankte allen Beteiligten für die eindrucksvollen Aktionen. Unter den interessierten Zuschauern waren neben dem Ortsbürgermeister auch Dr. Peter Enders (MdL), der Wehrleiter der VG Flammersfeld, Stefan Krämer und Vertreter der benachbarten DRK-Bereitschaften, die gemeinsam mit allen beteiligten Kräften eine positive Bilanz zum 2. Blaulichttag in Horhausen zogen.