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Artikel vom 05.09.2017

Gemeinsame Alarm- und Einsatzübung des Gefahrstoffzuges des Landkreises Altenkirchen sowie der Löschzüge Horhausen und Pleckhausen war erfolgreich


Horhausen/Krunkel. Mit einem Großaufgebot von 82 Feuerwehrmännern- und Frauen  und 18 Fahrzeugen fand am Samstagvormittag auf dem Gelände der Firma Hyfra im Industriegebiet Horhausen/Krunkel eine gemeinsame Alarm- und Einsatzübung des Gefahrstoffzuges des Landkreises Altenkirchen und den Feuerwehren aus Pleckhausen, Horhausen sowie der Feuerwehreinsatzzentrale Flammersfeld statt. Die angenommene Lage stellte einen Verladeunfall mit gefährlichen Gütern auf dem Gelände der Industriekühlanlagenfirma dar. Während des Unfalls trat ein in Tonnen abgefülltes und zunächst unbekanntes flüssiges Medium aus dem Laderaum eines Lastkraftwagens (LKW) aus. Hierbei bildeten sich sichtbare Dämpfe und die Flüssigkeit tropfte auf den Boden. Wie der Einsatzleiter der Übung, Wehrführer Thomas Meffert vom Löschzug der Feuerwehr Horhausen informierte, wurden sofort nach dem bekannt werden des Unfalls die Feuerwehreinheiten Horhausen und Pleckhausen informiert. Im Zuge der Lageerkundung wurde festgestellt, dass es sich nicht um einen einfachen Verladeunfall handelte, sondern dass hier Gefahrgut austrat. Thomas Meffert führte sofort weitere entsprechende Maßnahmen laut GAMS Regel (Gefahr erkennen, Absperrmaßnahmen durchführen, Menschenrettung einleiten und Spezialkräfte anfordern) durch. Außerdem wurde der Gefahrstoffzug des Landkreises Altenkirchen, hierzu gehören auch die  Feuerwehren aus Horhausen und Pleckhausen, alarmiert. Die Einsatzkräfte hatten während der sehr realitätsnahen Übung folgende Aufgaben zu erledigen: Personen im Bereich der Verladestelle, aus dem Gebäude sowie auf dem Betriebsgelände in Sicherheit zu bringen, Abschirmmaßnahmen durchzuführen, austretenden Gefahrstoff aufzufangen, entstehende Dämpfe mit Wassernebel niederzuschlagen, das Bergen von beschädigten Gefahrgutbehältern sowie das Umpumpen von Flüssigkeiten. Zudem gehörte die Identifizierung des Gefahrstoffes zu den vielfältigen Aufgaben. Anhand der Gefahrstoffnummer erwies sich die Flüssigkeit als  explosive Essigsäure.  Während dem Einsatz wurden die an der Unfallstelle eingesetzten Schutzanzüge der Feuerwehrleute vor und in einem speziellen Zelt mit entsprechenden  Dekontaminationsmaßnahmen gereinigt. Im Anschluss an die rund dreistündige Übung und einer Lagebesprechung an der auch Kreisfeuerwehrinspekteur Dietmar Urrigshardt sowie der Flammersfelder VG-Wehrleiter Stefan Krämer und sein Stellvertreter Raphael Jonas teilnahmen, lobte Gefahrstoffzugführer Stefan Deipenbrock,  die Arbeit der Einsatzkräfte und dankte der Firma Hyfra sowie der Handels- und Entsorgungsfirma Stefan Pott aus Oberlahr für ihre Unterstützung.

 

Hintergrund: Der Gefahrstoffzug für den Landkreis Altenkirchen wird durch Teileinheiten aus den Feuerwehren Horhausen, Pleckhausen, Altenkirchen, Berod, Wissen, Elkenroth, Betzdorf, Kirchen und Niederdreisbach-Herdorf gebildet.

 

 

BUZ1 Nach ihrem Einsatz wurden die Feuerwehrkräfte in und vor einem Kontaminierungszelt gereinigt.

 

 

BUZ 2. Fertigmachen für den Giftstoffeinsatz.