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Artikel vom 12.10.2017

Eintauchen in die 800jährige Geschichte des Kirchdorfes Horhausen nur noch bis 22. Oktober - dann schließt die Ausstellung im KDH ihre Tore


Unser Foto zeigt den Initiator der zeitgeschichtlichen Ausstellung im KDH, Heinz Kaltenborn. Er selbst wurde noch als Kind in einer "Zinkwaschbütt" von seiner Mutter gebadet. Das Wasser wurde anschließend zum Putzen des Hauses verwendet. Foto: Rolf Schmidt-Markoski

Eintauchen in die 800jährige Geschichte des Kirchspielsdorfes Horhausen auf einer Ausstellungsfläche von rund 200 Quadratmetern im Musikraum des Kaplan-Dasbach-Hauses (KDH) können junge und alte Besucherinnen und Besucher noch bis zum Sonntag, 22. Oktober. Am Samstag, 21. und Sonntag, 22. Oktober ist die Ausstellung im Rahmen der Leistungsschau im KDH letztmalig jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Danach schließt die sehenswerte Präsentation "Streiflichter der Vergangenheit" ihre Tore.

Im Rahmen der Feierlichkeiten aus Anlass der ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde Horhausen vor 800 Jahren (1217) hatten unter der Federführung von  Heinz Kaltenborn die Heimatfreunde Alfons Schmidt, Manfred Fischer, Friedhelm Meffert, Hans-Jürgen Kalscheid und Rainer Mauer die beeindruckende Ausstellung auf die Beine gestellt, die am 16. Juli eröffnet wurde und am 22. Oktober ihre Tore schließt. Bereits seit dem vergangenen Jahr hatten die Heimatfreunde in regelmäßigen Treffen die kleine, aber feine Ausstellung organisiert sowie Exponate, Informationen und Bilder gesammelt, die das Alltagsleben vergangener Jahrhunderte im Kirchspiel Horhausen verdeutlichen.

Schautafeln Exponate und Gegenstände aus dem Alltagsleben sorgen für Zeitreise in die Vergangenheit

Beginnend mit dem Jahr 1217 der Ersterwähnung wird in verschiedenen Schautafeln ein punktueller Einblick in die Geschichte des Bergbaus in der Region, der Landwirtschaft, der Kirche, des Handwerks, Handel und Dienstleistung sowie des Vereinslebens gegeben. In verschiedenen Vitrinen wird auch über die Kirchengeschichte und über Horhausener Persönlichkeiten informiert. Ein altes Vertiko, eine Wäschekommode, Spinnrad, eine Zinkwaschbütt, Butterfass sowie weiteren Gegenstände aus dem Alltag runden das Bild der Ausstellung ab. Prägend für die Ausstellung ist auch der Nachbau der Horhausener Pfarrkirche von 1744. Es handelt sich dabei um eine Rekonstruktion im Maßstab 1 : 30, die Heinz Kaltenborn erstellte.

Holzornamente der alten Kommunionbank aus der Kirche stehen nun der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung

Positiver Nebeneffekt: Geschnitzte Holzornamente von der alten Kommunionbank, die neben der Kanzel in den 60er Jahren aus der Pfarrkirche entfernt wurden und die sich in Privatbesitz befanden, stehen nunmehr der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung. Die Ortsgemeinde konnte diese Ornamente aus einem Nachlass übernehmen.

Positives Fazit

Ortsbürgermeister Thomas Schmidt und Heinz Kaltenborn  zogen jetzt eine positive Bilanz zur zeitgeschichtlichen Ausstellung. Dabei sagten sie: "Viele Menschen aus dem Kirchspiel Horhausen haben sich die Bilder und Exponate angesehen und zeigten sich interessiert an der Geschichte des Kirchspielsdorfes." Schließlich dankte der Ortsbürgermeister allen Beteiligten, angefangen bei den Bürgerinnen und Bürgern die Exponate und Bilder zur Verfügung stellten bis hin zur Arbeitsgruppe unter der Federführung von Heinz Kaltenborn. (rsm)