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Artikel vom 11.06.2016

Seniorenakademie - Erinnerungen an die erste Schulzeit


In dem lustigen Sketsch: "Hausaufgaben" (Kind: Achim Günther, Vater: Mathias Seliger, Mutter: Elfriede Momm - von links) ging es ums Teilen.

Mit vielen alten Fotos erinnerte die Seniorenakademie an die erste Schulzeit. Sind Hände und Fingernägel auch sauber? Die Aufnahme stammt aus den 50er Jahren und zeigt links: Fräulein Clementine Bender.

Ein Horhausener Schulfoto aus dem Jahre 1935 mit Hauptlehrer/Schulleiter Matthias Geißler, Fräulein Katharina Michels und Fräulein Haupt sowie Lehrer Georg Heidt.

Erinnerungen an die erste Schulzeit stand im Mittelpunkt des bunten Nachmittages der Horhausener Seniorenakademie

 

Horhausen. Erinnerungen an die erste Schulzeit und das Schulwesen im Kirchspiel Horhausen standen im Mittelpunkt des jüngsten Treffens der Seniorenakademie im Kaplan-Dasbach-Haus in Horhausen. Zur Begrüßung sagte Vorsitzender Rolf Schmidt-Markoski: " Unsere ganz persönlichen Erinnerungen an die Schulzeit werden vor allem geprägt durch die Menschen. Menschen, denen wir begegnet sind und die uns damals begleitet haben.

Ob Klassenlehrerin oder Tischnachbar, Schulrektor oder Hausmeister, besonders natürlich Freunde, Geschwister, Eltern, Großeltern und Verwandte, sie alle sind uns lebhaft vor

Augen. Sie haben ihren Teil zu unseren Erinnerungen, aber auch zu dem, was wir heute sind und wie wir miteinander umgehen, beigetragen."

Gesang, Sketche und Beschreibungen der Schulzeit in den 30er Jahren

Nach der obligatorischen Kaffeetafel startete dann das Programm schwungvoll mit dem gemeinsam gesungenen Lied: "En d'r Kayjass Nummero Null steit en steinahl Schull........."(Black Föös). Weiter ging es mit alten Schulbildern, einem Text von Erich Pees, der an seine Einschulung im Jahre 1934 in Horhausen erinnerte und einem schöne Gedicht von seiner Ehefrau Lidwina: "Der erste Schultag". Einen fast 80 Jahre alten Griffelkasten hatte Erika Pschorn (Pleckhausermühle) mitgebracht. Christa Köhler hatte ebenfalls einen Text mit "Anekdötchen" zur Verfügung gestellt, in dem sie an ihre erste Schulzeit im Jahre 1956 in Horhausen erinnerte. Mit einem lustigen Sketch: "Hausaufgaben - 28 geteilt durch 7" warteten Elfriede Momm (Mutter), Mathias Seliger (Vater) und Achim Günther (Sohn) auf.

Blick in die wechselvolle Geschichte des Horhausener Schulwesens

Einen Blick in die wechselvolle Geschichte des Horhausener Schulwesens sowie auf die Erfolgsgeschichte der heutigen IGS (Integrierte Gesamtschule) warf Hans-Werner Fischer (ehemals stellvertretender Schulleiter und zuletzt Stufenleiter der Klassen 5 und 6 der IGS Horhausen). "Horhausen blickt 2017 auf eine 800jährige Ortsgeschichte zurück. Fest steht, dass die Menschen in den Anfängen des Ortes andere Sorgen und Nöte als das Bemühen um Bildung hatten. Es gab also noch keine Schule in Horhausen. Erstmals erwähnt wird ein Lehrer Dahlhausen im Jahr 1680, der zugleich das Amt des Küsters ausübte. Eng verflochten war die Schule über lange Zeit hinweg mit der Kirche, weil diese die Schulaufsicht inne hatte", so Fischer in seinem Vortrag. Es folgten gemeinsam gesungene alte Volkslieder, die Rudi Lamerz mit Männern aus dem Vorbereitungskreis anstimmten.

Chronik der Dorfschule Krunkel/Epgert/Obersteinebach enthält 134 Jahre Zeitgeschichte

Hubert Oswald (Krunkel) stellte die Chronik der Dorfschule Krunkel/Epgert/Obersteinebach (1836-1970) vor, die nicht nur das Schulleben festhielt, sondern auch die Wetterverhältnisse sowie Ereignisse der kleinen und großen Weltgeschichte. So ist auch der grausame Mord in Obersteinebach im Jahre 1907 recht detailliert dort beschrieben. Schließlich trug Hubert Oswald das Gedicht aus der Chronik zum Lobe des Westerwaldes vor, das 1897 ein Lehrer geschrieben hatte. Das "Westerwald-Lied" rundete diesen Programmblock ab.

VG Flammersfeld ist dem Wiener Kongress zu verdanken

Der "Chinesisch Unterricht" (ein Sketch mit Rudi Lamerz als Lehrer und 10 "Schülerinnen und Schülern - Mitglieder des Vorbereitungskreises) sorgte wieder für ein fröhliches Lachen bei den Seniorinnen und Senioren. Bürgermeister a.D. Josef Zolk gab einen Einblick in die Geschichte der Verbandsgemeinde Flammersfeld. Er hatte für die Senioren auch eine Auflistung der jeweiligen Bürgermeister (darunter auch Fr.W. Raiffeisen) der Verbandsgemeinde seit 1817 mitgebracht. Zolk: "Die heutige Verbandsgemeinde Flammersfeld ist in ihrer Struktur zurückzuführen auf die Ergebnisse des Wiener Kongresses."

 

Am Ende des informativen und unterhaltsamen Nachmittages dankte Rolf Schmidt-Markoski allen Beteiligten, besonders dem Vorbereitungskreis und KDH-Hausmeister Reiner Schuster.