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Artikel vom 20.06.2016

Mentalist Marc Hagenbeck beeindruckte das begeisterte Publikum mit seiner Show im Kaplan-Dasbach-Haus


Mentalist Marc Hagenbeck als "menschlicher Lügendetektor". Obwohl es die vier "Kandidaten" auf der Bühne bestritten, die jeweiligen Zeichnungen erstellt zu haben, konnte diese Hagenbeck einwandfrei zuordnen. Foto: Petra Schmidt-Markoski

"Ich werde heute Abend einiges über Sie erfahren und Sie auch von mir. Aber keine Angst, private Gedanken bleiben privat!", so der Mentalist Marc Hagenbeck zu Beginn seiner Show unter der Überschrift: „R(h)ein mental“ - das Kino in Deinem Kopf" im Kaplan-Dasbach-Haus. Und der Einstieg ins Programm erfolgte auch gleich mit einem Spiel: "In welcher Hand befindet sich die Münze?" Ein Spiel, das er von seinem Großvater kannte. Tatsächlich wusste Hagenbeck immer, in welcher Hand die Besucherin eine (gedankliche) Münze versteckt hielt. Hagenbeck: "Ich habe es der Dame  'an der Nasenspitze angesehen', ob sich die Münze in der rechten oder linken Hand befand". Tatsächlich beruhte sein Wissen auf dem Lesen von Körpersprache und der Anwendung von statistischen Erkenntnissen. Immer wieder überraschte der Künstler im Laufe des beeindruckenden und unterhaltsamen Abends das begeisterte Publikum und zog es in seinen Bann. Eine Flaschenpost gab der Künstler in die Obhut eines Zuschauers. Beide sollten später im Programm noch eine Rolle spielen. Eine weitere Zuschauerin schrieb eine Uhrzeit auf einen Umschlag in dem, wie sich später herausstellte, eine Uhr befand auf der die gleiche Uhrzeit (die die Zuschauerin auf den Umschlag geschrieben hatte) eingestellt war. Liebevolle Erinnerungen an den Opa und dessen kreative Gedankenwelt bildeten den "roten Faden" für Spiele und Phantasiereisen mit dem Publikum. Die Gedanken einer Zuschauerin konnte Hagenbeck nachzeichnen. Die Spielzeugauswahl zweier Männer war für den Gedankenleser ebenso vorhersehbar wie die Wörterauswahl zweier Personen aus dem Publikum aus einem Buch. In der rätselhaften Flaschenpost fand sich zur Verblüffung aller ein identisches Bild zu dem, das Leute aus dem Publikum auf dem Flipchart farbig ausgemalt hatten. Als "menschlicher Lügendetektor" ordnete der Mentalist vier Zeichnungen eindeutig ihren Malern zu.

Erstaunt waren die Zuschauer auch vom Kerzenexperiment, bei dem ein Pärchen aus vielen Kerzen letztlich die beiden Kerzen mit  Herzen auf der Unterseite in den Händen hielt. Kette und Ring seiner Großmutter symbolisierten schließlich Hagenbecks Resümee: „Es ist egal, wer du bist und wer du warst. Entscheidend ist, wer du morgen sein wirst!“ (smh)