Nachrichten aus der kath. Kirchengemeinde

Pfarrbrief 10/2016 mit Terminen zum Download als PDF

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Die Vielfalt christlichen Lebens - Jahr der Orden 2015 (aus Pfarrbrief 02/2014)

 

Noch ist das Jahr recht jung, da richten die vatikanischen Behörden und an ihrer Spitze Papst Franziskus schon den Blick in das kommende Jahr 2015. Denn dann jährt sich die Veröffentlichung des Dekretes über das Ordensleben des 2. Vatikanischen Konzils zum 50. Mal. Aus diesem Anlass soll das kommende Jahr in der katholischen Kirche als Jahr der Orden begangen werden. Und gerade in diesen Wochen wird uns ja auch in unserer Pfarreiengemeinschaft - leider schmerzlich - bewusst, wie wichtig die Ordensleute für das Leben der christlichen Gemeinden sind: Wir müssen uns von Sr. Janne verabschieden, die nach vielen Jahren in der Leitung unseres Horhauser Kindergartens eine neue Aufgabe antritt. In Neustadt haben schon 2013 nach vielen segensreichen Jahrzehnten die Indischen Schwestern das Josefshaus verlassen, in Horhausen geht nun endgültig die Präsenz der Schönstätter Marienschwestern zu Ende.

Und so benennt der Präfekt der römischen „Kongregation für die Institute des Gott geweihten Lebens und die apostolischen Gemeinschaften", das vatikanische Ordensministerium, als erstes Ziel des kommenden Jahres die dankbare Erinnerung an das Wirken der Ordenleute in den vergangenen Jahrzehnten. Zugleich lädt er ein, die Zukunft voller Hoffnung zu umarmen und die Gegenwart mit Leidenschaft zu leben. Denn wenn auch die Gemeinschaften in unseren Klöstern kleiner werden, es entstehen überall in der Kirche neue Gruppen und Zusammenschlüsse von Menschen, die in unserer Zeit die hohen Ideale der Ordensleute - Armut, Keuschheit und Gehorsam - radikal leben wollen.

Die dankbare Erinnerung lässt uns zunächst auf vier große Menschen unserer Heimat schauen: die selige Katharina Kasper, die Gründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Dernbach und die selige Mutter Rosa, Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, den seligen Peter Friedhofen aus Koblenz, der am Beginn der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf steht und schließlich Jakobus Wirth, der die Franziskaner vom Heiligen Kreuz an ihrem Hausener Mutterhaus ins Leben rief. Sie alle haben im 19. Jahrhundert die Zeichen der Zeit erkannt und gehandelt. Aber auch die neuen Keime geistlichen Lebens können wir in der näheren Umgebung sehen: die Frauen und Männer der Gemeinschaft von der gekreuzigten und auferstandenen Liebe, die die Apollinariskirche in Remagen betreuen und sich vor allem dem geistlichen Suchen der Menschen des 21. Jahrhunderts annehmen.

 

Die Kirche lebt - auch in den Orden. Gehen wir im kommenden Jahr auf eine spannende Entdeckungsreise in Dankbarkeit für das Vergangene und mit Mut und Hoffnung auf das Kommende.

Darauf freut sich mit Ihnen

Ihr Pastor

Peter Strauch