Kaplan Dasbach

Georg Friedrich Dasbach (geboren am 9. Dezember 1846 in Horhausen, verstorben am 11. Oktober 1907 in Bonn. Zeitzeugen beschreiben sein Erscheinungsbild folgendermaßen: Hohe Stirn; gerade Nase energisch geschnittener Mund, randlose Brille. Dasbach war von stattlicher Figur. Seine Stimme hatte einen weit tragenden, angenehmen Klang. Er sprach und bewegte sich schnell, wie er auch schnelle Entschlüsse zu fassen pflegte.

Bekannt im heimischen Raum ist er als „Kaplan“ Dasbach und ihm zu Ehren wurde auch bereits im Jahre 1933 das Pfarrheim in Horhausen als Kaplan-Dasbach-Heim benannt. Auch das neue Kaplan-Dasbach-Heim wird diesen Namen tragen. Am 9. Dezember würde G.F. Dasbach 160 Jahre alt. Aus diesem Grunde wurde auch (allerdings einen Tag später) der Termin für die Grundsteinlegung für das neue Kaplan-Dasbach-Heim für Sonntag, 10. Dezember (gegen 11.30 Uhr - im Anschluss an den Gottesdienst) gewählt. Alle Einwohner der Kirchspielsgemeinden und Pfarrangehörigen sind zur Grundsteinlegung eingeladen.

Das Geburtshaus von Georg Friedrich Dasbach in Horhausen in der Rheinstraße ist auch heute noch als ortsbildprägendes Gebäude  (Lindenhof) erhalten.

Kaplan Dasbach

 

 

 

 

 

Unser Foto zeigt Dasbach nach einem Gemälde des Künstlers Ulrich Lipp (Luchert), das das neue Kaplan-Dasbach-Heim zieren wird.

 

 

 

 

 

Dasbach galt als ein Mann des Wortes und der Tat. Er sprach auf ungezählten Versammlungen, gleichzeitig handelte er – dynamisch und überlegt – als Journalist und Verleger. Zunächst beginnt er im Dezember 1874 mit der Herausgabe der Wochenzeitung „St. Paulinusblatt“. Als im März 1875 das einzige Zentrumsblatt im Trierer Raum einzugehen drohte, übernahm er es und brachte als Tageszeitung die „Katholische Volkszeitung“ heraus, die noch im selben Jahr in „Trierische Landeszeitung“ umbenannt wurde. Diese entwickelte sich unter seiner Leitung zur bedeutendsten politischen Tageszeitung im Süden der Rheinprovinz und hatte bis 1974 Bestand. Aus der 1874 gegründeten Wochenzeitung wurde 1934 dies Bistumszeitung „Paulinus“. Weitere Zeitungsgründungen folgten in Linz am Rhein, Saarbrücken, Metz, Neunkirchen, Berlin und Brandenburg sowie im Ruhrgebiet. Dasbach erwies sich nicht nur als großartiger Organisator, zielstrebiger Verleger und weithin beachteter Kommentator, sondern auch als wirksamer Sozialreformer. Er gründete den Augustinusverein zur Förderung der katholischen Presse, einen Bauernverein, einen Winzerverband und einen Genossenschaftsverband.