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90 Jahre Stilllegung Grube Louise – Bergbauwanderung am 29. März lädt zur Zeitreise durch die Geschichte der Grube Louise ein

Grube Louise (etwa 1925) Auf dem Foto sind die Röstöfen für Spateisenstein auf der Etage unterhalb des großen Gebäudes (große Öffnungen) mit Bahnverladung über dem Erzbunker zu sehen. Ebenso der Backsteinförderturm des Barbara-Schachtes. Foto: Archiv Albert Schäfer

Niedersteinebach/Bürdenbach. Vor 90 Jahren (am 1. Februar 1930) wurde auf der Grube Louise in Bürdenbach wegen Unrentabilität die letzte Schicht verfahren (Grubenschließung). Ihre Gesamtfördermenge betrug etwa drei Millionen Tonnen. Auch unter den Mineraliensammlern ist die Grube Louise ein Begriff. 1771 wurde die Grube erstmals urkundlich erwähnt. Geblieben sind bis heute die Häuser der Grubenbeamten, die alte Schule, das Konsumgebäude und der ehemalige Verlessaal. Aus Anlass des Jahrestages erinnern der Förderverein „Bergbau- und Hüttentradition“ und die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld im Rahmen einer Bergbauwanderung am Sonntag, 29. März an die große Bedeutung der einstigen Eisenerzgrube. Die Wanderung „Auf den Spuren der Grube Louise“ wird geführt von Heimatkundler Albert Schäfer (Willroth) und startet um 14 Uhr am Sportplatz Güllesheim (Oklahoma-Straße). Dort sind auch Parkmöglichkeiten.

Von dort geht es am Marienbildstock vorbei, weiter zum Gerlachschacht, zum Grubengelände der Grube Louise, zur Kruppschen Schule und am Steigerhaus vorbei zur Lammerichskaule. Albert Schäfer wird die montan-historischen Relikte und Sehenswürdigkeiten entlang des Weges erläutern. Im Dorfgemeinschaftshaus Niedersteinebach gibt es einen geselligen Abschluss mit Kaffee und Kuchen sowie eine Bilderschau von Hans-Jürgen Kalscheid (Willroth) und Albert Schäfer. Die Veranstaltung endet voraussichtlich gegen 18 Uhr. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung bis 13. März bei Martina Beer (Touristikbüro Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld, Tel. 02681-85 193 oder per E-Mail: info(at)vg-ak-ff.de ) erforderlich. Die Teilnahme an der Wanderung und dem Begleitprogramm ist kostenfrei. Über eine kleine Spende würde sich der Förderverein aber sehr freuen.